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Gute Lighthouse-Werte, trotzdem schlechte Conversion – woran es wirklich liegt

Lighthouse misst technische Performance unter Laborbedingungen. Der Test läuft auf einem Server mit stabiler Verbindung, ohne echte Nutzerinteraktionen, ohne Tracking-Skripte, ohne Cookie-Banner. Das Ergebnis ist ein Score, der technisch korrekt sein kann, aber die Realität nicht abbildet.

Ein Shop kann 85 Lighthouse-Punkte erreichen und dennoch schlecht konvertieren. Core Web Vitals in Shopware 6 stehen auf Grün, Mobile-Nutzer brechen im Checkout ab. Die Absprungrate ist hoch, obwohl PageSpeed Insights „gut“ meldet.

Die Ursache liegt in der Differenz zwischen synthetischer Messung und realer Nutzererfahrung. Lighthouse-Scores in Shopware messen nur einen Teil der Performance. Conversion-relevante Faktoren bleiben unberücksichtigt. Dieser Artikel zeigt, wo die Lücken liegen und was stattdessen gemessen werden sollte.

Warum Scores beruhigen, aber das Problem bleibt

Lighthouse testet unter kontrollierten Bedingungen. Keine Drittanbieter-Skripte, die erst nach dem Cookie-Consent laden. Keine Payment-Provider, die im Checkout verzögert reagieren. Keine A/B-Tests im Live-Betrieb. Keine Nutzer auf schwankenden 4G-Verbindungen.

 

Core Web Vitals in Shopware 6 messen LCP, FID und CLS. Diese Werte sind relevant, aber nicht ausreichend. Ein niedriger CLS-Wert bedeutet nicht, dass der Checkout intuitiv ist. Ein guter LCP-Wert sagt nichts darüber aus, ob der Warenkorb-Button mobil erreichbar ist oder ob Nutzer nach dem Klick auf „Kaufen“ mehrere Sekunden warten.

 

Viele Händler optimieren auf Scores statt auf Nutzererlebnis. Bilder werden komprimiert, HTTP/2 aktiviert, der Lighthouse-Wert steigt von 65 auf 85. Die Conversion-Rate bleibt unverändert oder sinkt, weil die eigentlichen Engpässe nicht adressiert wurden.

 

 

6 Gründe, warum Conversion-Optimierung trotz guter Scores scheitert

 

1. Tracking und Consent-Banner verlangsamen den Live-Shop

Lighthouse testet ohne Cookie-Banner, ohne Google Analytics, ohne Facebook Pixel. Im Live-Shop laden diese Skripte nach Zustimmung – oft blockierend. Nach Klick auf „Akzeptieren“ lädt die Seite erneut. Lighthouse berücksichtigt das nicht.

 

2. Payment-Provider und externe APIs blockieren den Checkout

Lighthouse testet statische Seiten, nicht den Checkout-Prozess. Kategorie- und Produktseite laden schnell, der Checkout reagiert verzögert. Payment-Provider oder Versanddienste antworten langsam. Lighthouse misst diesen Ablauf nicht.

 

3. Mobile Performance bricht auf realen Geräten ein

Lighthouse nutzt emulierte Geräte mit stabiler Verbindung. Reale Nutzer verwenden ältere Smartphones mit begrenzter Rechenleistung und instabilen Netzen. Ein Shop, der unter Testbedingungen schnell lädt, kann auf realen Geräten deutlich langsamer reagieren.

 

4. Interaktive Elemente reagieren verzögert

Lighthouse misst First Input Delay, nicht aber die tatsächliche Reaktionszeit wichtiger Elemente. Reagiert der Warenkorb-Button erst nach 500 Millisekunden oder lädt ein Filter verzögert nach, entsteht Frustration. Diese Effekte werden nur eingeschränkt erfasst.

 

5. Conversion-kritische Elemente sind schwer erreichbar

Lighthouse misst technische Performance, nicht Usability. Der Checkout-Button liegt mobil zu weit unten, der „Weiter“-Button ist zu klein, Pflichtfelder sind unklar markiert. Der Shop ist schnell, aber schwer bedienbar.

6. Drittanbieter-Skripte blockieren trotz asynchronem Laden

Asynchrones Laden wird positiv bewertet. Dennoch können Skripte nach dem Laden CPU-Ressourcen binden und die Interaktivität beeinträchtigen. Google Tag Manager, Hotjar, Clarity oder A/B-Testing-Tools wirken sich spürbar auf die Nutzung aus.

 

Mobile ist entscheidend

60 bis 70 Prozent der Nutzer kommen mobil. Lighthouse testet Mobile-Performance unter idealen Bedingungen. Reale Nutzer arbeiten mit schwächerer Hardware, langsameren Verbindungen und kleineren Displays.

 

Häufig erreichen Shops einen Desktop-Score von 90 und einen Mobile-Score von 75. Formal akzeptabel, praktisch problematisch. Der Checkout ist auf kleinen Displays unübersichtlich, Formulare sind schwer auszufüllen, Buttons zu klein oder zu nah beieinander.

 

Mobile Performance in Shopware bedeutet nicht nur schnelle Ladezeit, sondern klare Interaktion, gut erreichbare Call-to-Actions und strukturierte Formulare. Lighthouse misst Ladezeit und Core Web Vitals – nicht jedoch Bedienbarkeit.

 

Zudem performen Shops auf iOS oft anders als auf Android. Lighthouse testet ein standardisiertes Gerät. Reale Nutzer verwenden unterschiedliche Betriebssysteme, Browser-Versionen und Hardware-Generationen.

 

Was Sie zusätzlich messen sollten

Lighthouse ist ein sinnvolles Werkzeug, aber kein vollständiger Indikator. Für echte Conversion-Optimierung in Shopware sind weitere Kennzahlen erforderlich.

 

Real User Monitoring

Messen Sie reale Nutzererlebnisse statt Labortests. Google Analytics 4, Clarity oder andere RUM-Tools zeigen tatsächliche Ladezeiten und Interaktionsdaten.

 

Checkout-Completion-Rate und Abbruchpunkte

Wo brechen Nutzer ab? Nach Adresseingabe? Bei der Zahlungsart? Vor der finalen Bestellung? Lighthouse bildet diesen Ablauf nicht ab.

 

Mobile- vs. Desktop-Conversion

Konvertiert Mobile deutlich schlechter, liegt die Ursache meist in Usability oder Interaktion – nicht im Lighthouse-Score.

 

Time to Interactive auf kritischen Seiten

Wann kann der Nutzer tatsächlich interagieren? Reagieren zentrale Buttons sofort oder verzögert?

 

API-Antwortzeiten im Checkout

Payment-Provider, Versanddienste oder ERP-Systeme können Prozesse verzögern. Lighthouse berücksichtigt das nicht.

 

Session-Aufzeichnungen

Tools wie Hotjar oder Clarity zeigen, wo Nutzer stocken, mehrfach klicken oder zurück navigieren. Diese Signale sind conversion-relevant.

 

Kurztest – Trifft das auf Ihren Shop zu?

Wenn drei oder mehr Punkte zutreffen, reichen Lighthouse-Werte als Indikator nicht aus.

  • Gute Lighthouse-Werte, aber Conversion unter Branchenschnitt
  • Mobile konvertiert deutlich schlechter als Desktop
  • Hohe Checkout-Abbruchrate ohne klare Ursache
  • Spürbares Nachladen nach Cookie-Consent
  • Verzögerte Ladezeiten bei Zahlungs- oder Versandoptionen
  • Mehrfachklicks auf Buttons ohne sofortige Reaktion
  • Session-Aufzeichnungen zeigen Frustration im Checkout
  • Einfluss von Drittanbieter-Skripten unklar

 

Auswertung:
0–2 Punkte: Lighthouse ist vermutlich ein valider Indikator.
3–5 Punkte: Reale Nutzerdaten fehlen.
6+ Punkte: Ein strukturiertes Audit ist sinnvoll.

 

Was Lighthouse misst – und was Conversion bestimmt

 

Lighthouse misst

Conversion braucht zusätzlich

Unterschied

Ladezeit unter Laborbedingungen

Ladezeit realer Nutzer auf 4G

Reale Verbindungen sind langsamer und instabil

Core Web Vitals ohne Drittanbieter-Skripte

Performance mit Tracking, Consent und Payment-APIs

Skripte laden nach Zustimmung und beeinflussen Interaktion

Technische Interaktivität

Tatsächliche Klick-Reaktionszeit

Nutzer reagieren sensibel auf Verzögerungen

Mobile-Emulation

Performance auf älteren Geräten

Unterschiedliche Hardware und Netze

Statische Seiten

Checkout-Flow mit externen APIs

Payment- und Versanddienste verzögern Prozesse

Scores zeigen Symptome – wir analysieren Ursachen

Wir prüfen reale Nutzerpfade, messen Real-User-Monitoring-Daten und analysieren, wo Conversion tatsächlich verloren geht. Fokus liegt nicht auf Score-Optimierung, sondern auf konkreten Maßnahmen.

 

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10 Werktage Laufzeit, priorisierte Roadmap, Aufwandsschätzung.

 

Audit als Entscheidungsgrundlage

Eine reine Lighthouse-Optimierung verbessert Kennzahlen, nicht zwingend Conversion. Für nachhaltige Verbesserungen braucht es reale Nutzerdaten, Analyse des Checkout-Prozesses, Bewertung von API-Antwortzeiten und Mobile-Usability.

 

Unser Shopware 6 Performance- und UX-Audit analysiert reale Nutzerpfade – Kategorie, Produktdetailseite, Warenkorb und Checkout. Wir identifizieren Engpässe, Interaktionsprobleme und blockierende externe Dienste.

 

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